Nicht alle möchten oder können sich so stark engagieren, um an Wettkämpfen mitzuhalten. Für sie bietet das kameradschaftliche Tourenfahren die ideale Alternative. Kanufahren als Einzel- oder Gruppensport einzuordnen ist nicht einfach. Auf der einen Seite sollten Wildwasser nie alleine befahren werden, um notfalls Retter zur Stelle zu haben. Auf der anderen Seite sitzt (meist) jeder im eigenen Boot und ist verantwortlich dafür, dass sein Können dem Schwierigkeitsgrad des Baches entspricht. Die Kameradschaftliche Seite des Kanusportes ist trotzdem sehr wichtig. Erfahrene Paddler den Anfängern, wo heikle Passagen zu meistern sind. Wenn ein Kanute schwimmt, das heisst gekentert ist, muss rasch geholfen werden, um Fahrer und Boot zu bergen. Der Kanu-Klub-Zug bietet Interessierten Anfänger- und Fortgeschrittenenkurse an. Begonnen wird auf dem See. Ein paar Tage oder Wochen später weiss der Schüler bereits, wie Widerwasser (Kehrwasser) auf einem einfachen Wildbach gefahren. Die beliebtesten Ziele der Kanuten vom Kanu-Klub-Zug sind sicher der See, Kleine Emme, Muota und bei genügendem Wasserstand auch Sihl und Lorze. Regelmässig finden auch Touren und Lager in weiter entfernten Gegenden und auch dem Ausland statt. Trainiert wird bei den Tourenfahrern auf dem Bach (solange genügend Wasser im Bach ist) oder auf dem See wird Kanu-Polo gespielt (Basketball im Kanu). Im Winter dient das Konditionstraining in der Halle dazu die während der Saison gewonnene Form zu erhalten. Im Hallenbad kann zudem unter kundiger Anleitung das Eskimtieren (das Boot ohne es zu verlassen nach einer Kenterung wieder aufzurichten) erlernt werden. Das "Eskimotieren" ist Voraussetzung, um auch schwierige Bäche sicher zu befahren zu können.









