Sicherheitstraining Kanu-Club Zug am Sonntag, 3. Juli 2011 auf der Muota und Reuss
Unterspülungen, Baumstämme, Rückläufe – im Wildwasser lauern manche Gefahren. Um dafür gewappnet zu sein, führen die Zuger Kanuten jedes Jahr ein gezieltes Sicherheitstraining durch – so auch diesen Sontag, im Muotatal und auf der Reuss.
Dabei wird nicht nur besprochen, wie Gefahrensituationen erkannt und vermieden werden können, sondern vor allem das Verhalten im Ernstfall geübt – wie schwimmt man im Wildwasser und mit welchen Bergungstechniken können die Kameraden am besten helfen, um Mensch und Material so schnell als möglich aus den Fluten zu ziehen?
So flogen denn am Sonntag die Rettungsleinen in Wurfsäcken über’s Wasser, schnellten Paddler wie Forellen über ein Baumhinderniss oder klammerten sich ans Boot des Kameraden, der sie sicher über den Fluss brachte. Am schwierigsten war wohl die Übung, ein mit Wasser vollgelaufenes Kanu zu bergen – 300 Liter Wasser lassen sich nicht so leicht ans Ufer bugsieren.
Auf die Frage, ob denn ein solches Training pro Jahr ausreiche, um die Sicherheit auf den Flüssen zu gewährleisten, meint Dominik Scherer, technischer Leiter des Kanuclubs: Sicherheit sei natürlich in allen Kursen und auf jeder Kanutour von zentraler Bedeutung. Die – selten notwendigen - Rettungsaktionen würden jeweils nachbesprochen, um sich verbessern zu können. Der Sicherheitstag sei aber wichtig, damit insbesondere Neumitglieder das technische Rüstzeug erhielten und vom Know-how der erfahrenen Paddler profitierten – und letzteren schade eine jährliche Auffrischung sicher nicht.











